ETF-Depot oder Fondspolice? Warum gute Altersvorsorge mehr ist als ein billiger ETF
Ein ETF-Sparplan beim Neobroker ist günstig, transparent und für viele Menschen ein hervorragendes Werkzeug zum Vermögensaufbau.
Gleichzeitig begegnet uns in Beratungsgesprächen immer häufiger dieselbe Frage:
Warum sollte ich überhaupt noch eine fondsgebundene Rentenversicherung abschließen, wenn ich doch einfach günstig einen MSCI World besparen kann?
Die Frage ist berechtigt.
Aber sie greift zu kurz.
Denn ein Depot und eine Fondspolice erfüllen nicht exakt dieselbe Aufgabe.
Ein Depot ist in erster Linie ein Instrument für Kapitalanlage und Vermögensaufbau.
Eine gute Fondspolice verbindet Kapitalanlage zusätzlich mit steuerlicher Struktur, Ablaufmanagement und der Möglichkeit, später aus Vermögen ein lebenslanges Einkommen zu machen.
Der wichtigste Unterschied lautet deshalb nicht ETF oder Versicherung
Denn auch innerhalb einer modernen fondsgebundenen Rentenversicherung kann vollständig in ETFs investiert werden.
Bei der INTER MeinLeben Privatrente kann das Sicherungsniveau beispielsweise auf 0 Prozent gesetzt werden.
Dann wird der Anlagebeitrag nach Kosten vollständig in Fonds investiert. [1]
Im von uns betrachteten Beispiel eines 35-jährigen Kunden wird genau diese Variante genutzt.
Die Fondsstrategie „Welt Kernmärkte“ besteht aus:
- 30 % iShares Core S&P 500 UCITS ETF
- 25 % iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF
- 25 % iShares Core MSCI Pacific ex Japan UCITS ETF
- 10 % iShares Core MSCI Japan IMI UCITS ETF
- 10 % iShares Core DAX UCITS ETF
Die eigentliche Frage lautet deshalb häufig nicht „ETF oder Versicherung?“, sondern „ETF im Depot oder ETF innerhalb eines Altersvorsorgemantels?“
Und genau hier beginnt der entscheidende Vergleich.
Der Neobroker ist beim reinen Kostenvergleich sehr stark
Das sollte man nicht kleinreden.
Ein günstiges Wertpapierdepot mit einem einzelnen ETF kann mit sehr niedrigen laufenden Kosten betrieben werden.
Typischerweise entstehen dort:
- laufende ETF-Kosten
- gegebenenfalls Order- oder Sparplankosten
- Handelskosten beziehungsweise Spreads
- Steuern
Eine Fondspolice hat zusätzlich Kosten für den Versicherungsmantel.
Dazu gehören je nach Tarif:
- Abschluss- und Vertriebskosten
- laufende Verwaltungskosten
- Fondskosten
- gegebenenfalls Kosten in der Rentenphase
Wer nur auf die laufenden Kosten schaut, kommt deshalb schnell zu dem Schluss, dass das Depot günstiger ist.
Das stimmt häufig.
Aber:
Günstiger ist nicht automatisch besser, wenn beide Lösungen unterschiedliche Leistungen erbringen.
Altersvorsorge muss nicht nur günstig sein – sie muss funktionieren
Bei echter Altersvorsorge geht es nicht nur darum, möglichst billig Vermögen aufzubauen.
Es geht auch um die Fragen:
- Wie wird das Geld investiert?
- Wie werden Umschichtungen behandelt?
- Wie wird später besteuert?
- Wie wird das Risiko kurz vor Rentenbeginn reduziert?
- Wie wird aus Kapital später monatliches Einkommen?
- Wie lange muss dieses Einkommen reichen?
- Was passiert, wenn der Anleger 90 oder 95 Jahre alt wird?
Genau an diesen Punkten beginnt die Fondspolice ihre eigentliche Stärke auszuspielen.
INTER MeinLeben verteilt die Kosten über die tatsächliche Vertragslaufzeit
Ein häufiger Kritikpunkt an klassischen Lebens- und Rentenversicherungen war in der Vergangenheit die sogenannte Zillmerung.
Dabei wirkten Abschlusskosten in den ersten Vertragsjahren besonders stark.
Gerade bei frühen Kündigungen entstanden dadurch teilweise sehr niedrige Rückkaufswerte.
Bei INTER MeinLeben werden Abschluss- und Vertriebskosten dagegen an die tatsächlich gezahlten Beiträge beziehungsweise Zuzahlungen gekoppelt. [2]
Das bedeutet:
Die Kosten entstehen mit der Beitragszahlung und werden nicht vollständig auf die ersten Vertragsjahre konzentriert.
Das ist gerade bei langfristiger Altersvorsorge ein wesentlicher Unterschied.
Wer 30 oder 40 Jahre spart, erhält damit eine deutlich gleichmäßigere Kostenstruktur als bei vielen klassischen Altverträgen.
Der MSCI World ist ein guter Index – aber kein neutraler Weltkorb
Der MSCI World gilt für viele Anleger als Synonym für maximale Diversifikation.
Das ist verständlich.
Der Index umfasst mehr als 1.000 große und mittelgroße Unternehmen aus entwickelten Industrieländern. [3]
Was viele Anleger allerdings nicht wissen:
Der MSCI World ist heute sehr stark von den USA abhängig.
Der Grund liegt in seiner Konstruktion.
Die enthaltenen Unternehmen werden nach Marktkapitalisierung gewichtet.
Je größer ein Unternehmen an der Börse wird, desto größer wird automatisch auch sein Gewicht im Index.
Rund 72 Prozent USA in einem Index mit dem Namen „World“
Im offiziellen MSCI-Factsheet lag der US-Anteil im MSCI World zuletzt bei rund 72 Prozent. [3]
Damit entfallen von 100 investierten Euro rechnerisch etwa 72 Euro auf US-Unternehmen.
Japan liegt weit dahinter.
Europa spielt ebenfalls eine deutlich kleinere Rolle.
Das bedeutet:
Der MSCI World ist global aufgestellt.
Aber er ist nicht gleichmäßig global verteilt.
Hinzu kommt ein zweites Konzentrationsrisiko
Nicht nur die USA haben ein sehr hohes Gewicht.
Auch wenige einzelne Großunternehmen dominieren den Index zunehmend.
Zu den größten Positionen gehören beispielsweise:
- Nvidia
- Apple
- Microsoft
- Amazon
- Alphabet
- Broadcom
- Meta
- Tesla
Die zehn größten Unternehmen machen inzwischen einen erheblichen Teil des gesamten Index aus. [3]
Das muss langfristig nicht negativ sein.
Viele dieser Unternehmen sind extrem profitabel und global tätig.
Trotzdem entsteht daraus eine Konzentration auf:
- US-Aktien
- US-Technologie
- wenige Mega-Caps
- US-Dollar
- US-Geldpolitik
- hohe Bewertungen einzelner Marktsegmente
Mehr als 1.000 Aktien bedeuten nicht automatisch, dass sich das Risiko gleichmäßig auf 1.000 Unternehmen verteilt.
Genau hier setzt die Welt-Kernmärkte-Strategie anders an
Die INTER Welt Kernmärkte bildet nicht einfach die aktuelle globale Börsenkapitalisierung nach.
Sie verteilt das Kapital bewusst stärker auf mehrere entwickelte Wirtschaftsregionen.
Im aktuellen Modell entfallen:
- 30 % auf die USA
- 35 % auf Europa einschließlich Deutschland
- 10 % auf Japan
- 25 % auf den asiatisch-pazifischen Raum außerhalb Japans
Dadurch wird die starke USA-Abhängigkeit eines klassischen MSCI World deutlich reduziert. [1]
Das ist kein Versprechen auf eine höhere Rendite.
Es ist eine andere Risikostruktur.
Die Strategie verzichtet bewusst darauf, dass ein einzelner Markt mehr als zwei Drittel des Portfolios dominiert.
Gerade bei einer Altersvorsorge mit mehreren Jahrzehnten Laufzeit kann eine solche regionale Streuung sinnvoll sein.
Der MSCI World ist also nicht schlecht – aber er ist auch nicht automatisch die beste Altersvorsorgestrategie
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Ein MSCI World eignet sich hervorragend für langfristigen Vermögensaufbau.
Aber er ist eine konkrete Investmentstrategie.
Keine vollständige Altersvorsorgelösung.
Und genau deshalb reicht die Frage „Wie hoch ist die ETF-Gebühr?“ nicht aus.
Der steuerliche Unterschied beginnt bereits während der Ansparphase
Bei einem privaten ETF-Depot unterliegen Kapitalerträge dem Investmentsteuerrecht.
Steuern können insbesondere entstehen durch:
- Ausschüttungen
- realisierte Kursgewinne
- die Vorabpauschale
Bei Aktienfonds gilt für Privatanleger grundsätzlich eine Teilfreistellung von 30 Prozent. [4]
Die verbleibenden Erträge unterliegen grundsätzlich der Kapitalertragsteuer.
Zusätzlich steht jedem Steuerpflichtigen ein Sparer-Pauschbetrag zur Verfügung. [5]
Auch ein thesaurierender ETF ist nicht dauerhaft steuerfrei
Viele Anleger gehen davon aus, dass bei einem thesaurierenden ETF überhaupt keine Steuer entsteht, solange nichts verkauft wird.
So einfach ist es nicht.
Über die Vorabpauschale können auch während der Haltedauer steuerliche Belastungen entstehen. [6]
Damit kann Kapital bereits während der Ansparphase aus dem Depot abfließen.
Bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung funktioniert das anders.
Innerhalb der Fondspolice bleiben Umschichtungen grundsätzlich steuerneutral
Wertsteigerungen innerhalb der Police werden dem Versicherungsnehmer während der Ansparphase nicht unmittelbar steuerlich zugerechnet.
Auch Fondswechsel innerhalb des Vertrags lösen grundsätzlich keine unmittelbare Besteuerung des realisierten Gewinns beim Kunden aus. [7]
Das ist ein entscheidender Punkt.
Denn Altersvorsorge läuft selten 30 oder 40 Jahre exakt unverändert.
Möglicherweise möchte ein Anleger:
- Regionen neu gewichten
- Fonds austauschen
- Risiken reduzieren
- Gewinne sichern
- kurz vor Rentenbeginn defensiver werden
Im Depot können solche Verkäufe steuerpflichtige Gewinne realisieren.
Innerhalb einer Fondspolice bleibt das Kapital dagegen grundsätzlich vollständig im Vertrag investiert.
Das Geld arbeitet weiter, statt bei jeder Umschichtung teilweise an das Finanzamt abzufließen.
Je länger die Laufzeit, desto relevanter kann dieser Steuerstundungseffekt werden.
Auch die Auszahlung wird steuerlich anders behandelt
Bei einer privaten Rentenversicherung der Schicht 3 kann bei einer Kapitalauszahlung eine steuerliche Begünstigung greifen.
Voraussetzung ist grundsätzlich:
- mindestens zwölf Jahre Vertragslaufzeit
- Auszahlung nach Vollendung des 62. Lebensjahres
Sind diese Voraussetzungen erfüllt, wird grundsätzlich nur die Hälfte des steuerlich relevanten Unterschiedsbetrags angesetzt. [8]
Bei fondsgebundenen Versicherungen kommt zusätzlich eine gesetzliche Freistellung von 15 Prozent der Investmenterträge hinzu. [8]
Vereinfacht bedeutet das:
Von 100 Euro Investmentertrag werden zunächst 15 Euro freigestellt.
Von den verbleibenden 85 Euro wird bei erfüllter 12/62-Regel nur die Hälfte steuerlich angesetzt.
Damit wären rechnerisch 42,50 Euro von 100 Euro Ertrag mit dem persönlichen Einkommensteuersatz zu versteuern.
Gerade über lange Laufzeiten kann dieser Effekt erheblich werden
Bei einem kurzen Vertrag spielt der steuerliche Vorteil eine deutlich kleinere Rolle.
Bei 25, 30 oder 40 Jahren Anlagehorizont sieht das anders aus.
Dann wirken drei Faktoren gleichzeitig:
- Steuerstundung während der Ansparphase
- steuerneutrale Umschichtungen innerhalb des Vertrags
- steuerlich begünstigte Auszahlung unter den gesetzlichen Voraussetzungen
Genau deshalb sollte eine Fondspolice nicht mit einem Depot auf Basis der reinen Produktkosten verglichen werden.
Entscheidend ist das Ergebnis nach Kosten und Steuern.
Bei der lebenslangen Rente entsteht ein weiterer Vorteil
Wer sein Kapital am Ende nicht vollständig auszahlen lässt, sondern eine lebenslange private Rente wählt, wird grundsätzlich über den sogenannten Ertragsanteil besteuert.
Bei einem Rentenbeginn mit 67 Jahren beträgt der Ertragsanteil nach heutiger Rechtslage 17 Prozent. [9]
Das bedeutet:
Nicht die gesamte Rentenzahlung wird versteuert.
Lediglich 17 Prozent der jeweiligen privaten Rente werden steuerlich angesetzt.
Auf diesen Anteil fällt dann der persönliche Einkommensteuersatz an.
Ein Depot kann Kapital aufbauen – aber keine lebenslange Zahlung garantieren
Das ist einer der größten strukturellen Unterschiede.
Angenommen, ein Anleger hat mit 67 Jahren 500.000 Euro im Depot.
Dann beginnt eine neue Frage:
Wie viel darf jeden Monat entnommen werden?
2.500 Euro?
2.000 Euro?
1.500 Euro?
Die Antwort hängt davon ab:
- wie lange der Anleger lebt
- wie sich die Börse entwickelt
- wie hoch die Inflation ist
- wann größere Ausgaben entstehen
- wie sich die Gesundheit entwickelt
Niemand weiß mit 67 Jahren, ob das Kapital 15, 25 oder 35 Jahre reichen muss.
Langlebigkeit ist ein echtes finanzielles Risiko
Ein Mensch kann heute problemlos 90 Jahre oder älter werden.
Wer mit 67 in Rente geht, muss dann mehr als 20 oder sogar 30 Jahre finanzieren.
Ein Depot löst dieses Risiko nicht automatisch.
Das Vermögen ist endlich.
Eine private Rentenversicherung kann dagegen das vorhandene Kapital in eine lebenslange Rente umwandeln.
Egal ob der Kunde 78, 88 oder 98 Jahre alt wird – eine lebenslange Rente läuft weiter.
Genau dieses Langlebigkeitsrisiko kann ein Depot allein nicht versichern.
Der Rentenfaktor macht aus Kapital eine kalkulierbare Rente
Bei einer Fondspolice bestimmt der Rentenfaktor, wie viel monatliche Rente aus einem bestimmten Kapital entsteht.
Im betrachteten INTER-MeinLeben-Vertrag gibt es verschiedene Berechnungswege für die spätere Verrentung. [1]
Für einen Rentenbeginn mit 67 Jahren weist das Angebot einen garantierten Rentenfaktor von 28,5861 Euro je 10.000 Euro für die entsprechende garantierte Komponente aus. [1]
Entscheidend ist dabei:
Der Kunde kennt bereits heute einen vertraglich definierten Mindestmechanismus für die spätere Verrentung.
Im Depot existiert ein solcher Mechanismus nicht.
Dort muss der Anleger seine spätere Entnahmestrategie selbst planen.
Besonders kritisch ist der Übergang in den Ruhestand
Eine häufig unterschätzte Gefahr ist ein Börsencrash kurz vor Rentenbeginn.
Angenommen, ein Anleger ist 66 Jahre alt.
In zwölf Monaten soll die Rente beginnen.
Sein gesamtes Vermögen liegt weiterhin in Aktien.
Dann fallen die Märkte um 30 Prozent.
Für einen 35-Jährigen ist ein solcher Rückgang unangenehm, aber langfristig häufig verkraftbar.
Für einen Menschen kurz vor Rentenbeginn kann derselbe Verlust massive Auswirkungen haben.
Dieses Reihenfolgerisiko wird oft unterschätzt
Entscheidend ist nicht nur die durchschnittliche Rendite.
Auch die Reihenfolge der Renditen spielt eine große Rolle.
Fallen die Märkte unmittelbar vor oder während der ersten Entnahmejahre stark, muss möglicherweise aus einem bereits geschrumpften Depot Kapital entnommen werden.
Dadurch fehlen genau diese Anteile bei einer späteren Markterholung.
Eine gute Altersvorsorge braucht deshalb nicht nur eine Wachstumsstrategie, sondern auch eine Strategie für den Übergang in den Ruhestand.
Genau dafür bietet INTER MeinLeben ein Ablaufmanagement
Während der Ansparphase kann ein individuelles Ablaufmanagement eingerichtet werden.
Dabei wird Fondsguthaben vor Rentenbeginn schrittweise in das klassische Sicherungsguthaben verschoben. [1]
Der Kunde kann bestimmen:
- wann die Umschichtung beginnen soll
- bis wann sie abgeschlossen sein soll
- welcher Anteil zum Zieltermin gesichert werden soll
Damit können zuvor erzielte Gewinne schrittweise aus dem Aktienmarktrisiko genommen werden.
Gerade kurz vor Rentenbeginn ist das ein wichtiger Baustein.
Das Sicherungsvermögen bietet zusätzlich eine zweite Anlagewelt
INTER MeinLeben muss nicht dauerhaft zu 100 Prozent in Fonds investiert bleiben.
Das Sicherungsniveau kann im Laufe der Vertragsdauer verändert werden. [1]
Dadurch kann der Kunde zwischen Kapitalmarkt und klassischem Sicherungsvermögen steuern.
Die INTER hat für 2026 eine laufende Verzinsung von 3,40 Prozent deklariert. [10]
Im relevanten Neugeschäft gehört sie damit zu den leistungsstärksten Anbietern am Markt.
Das ist insbesondere dann interessant, wenn einige Jahre vor Rentenbeginn ein Teil des aufgebauten Vermögens aus schwankungsreichen Aktienanlagen in eine stabilere Anlage überführt werden soll.
Damit stehen innerhalb eines Vertrags Wachstumsanlage und Sicherungsanlage nebeneinander zur Verfügung.
Das Depot bleibt bei Flexibilität unschlagbar
Trotz all dieser Vorteile hat das Depot einen Bereich, in dem es sehr stark bleibt:
maximale freie Verfügbarkeit.
Ein Depot eignet sich hervorragend für Vermögen, das möglicherweise bereits vor dem Ruhestand benötigt wird.
Beispielsweise für:
- Immobilien
- größere Anschaffungen
- unternehmerische Investitionen
- freie Vermögensbildung
- flexible Rücklagen
Wer jederzeit vollständig auf sein Vermögen zugreifen möchte, findet im Depot eine hervorragende Lösung.
Altersvorsorge hat aber ein anderes Ziel
Geld, das wirklich für den Ruhestand vorgesehen ist, sollte nicht unbedingt dieselbe Struktur haben wie frei verfügbares Vermögen.
Denn Altersvorsorge soll nicht möglichst flexibel sein.
Sie soll vor allem eine Aufgabe erfüllen:
Im Alter zuverlässig Einkommen erzeugen.
Genau deshalb kann es sinnvoll sein, Vermögensaufbau und Altersvorsorge voneinander zu trennen.
Moderne Fondspolicen sind trotzdem deutlich flexibler als viele denken
INTER MeinLeben bietet während der Laufzeit zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten.
Dazu gehören:
- Beiträge erhöhen
- Beiträge reduzieren
- Beitragszahlungen aussetzen
- später wieder mit Beiträgen beginnen
- Zuzahlungen leisten
- Fondsguthaben entnehmen
- Fonds wechseln
- Sicherungsniveau verändern
- Ablaufmanagement nutzen
- Kapitalauszahlung wählen
- Auszahlplan nutzen
- lebenslange Rente wählen [1]
Entnahmen aus dem Fondsguthaben sind laut Produktinformationen gebührenfrei möglich. [1]
Damit ist eine moderne Fondspolice deutlich flexibler als viele ältere Rentenversicherungen.
Ein weiterer Vorteil: Altersvorsorge bleibt Altersvorsorge
Dieser Punkt ist psychologisch wichtiger, als viele vermuten.
Ein Neobroker-Depot ist jederzeit sichtbar und jederzeit verfügbar.
Das ist angenehm.
Aber genau dadurch wird Altersvorsorge schnell zu frei verfügbarem Vermögen.
Dann kommt:
- das neue Auto
- eine Renovierung
- eine größere Reise
- eine Immobilie
Und plötzlich wird aus dem ursprünglich geplanten Altersvorsorgevermögen etwas anderes.
Eine private Rentenversicherung schafft eine klare Struktur:
Dieses Kapital ist für meinen Ruhestand bestimmt.
Für viele Anleger ist genau diese mentale Trennung ein großer Vorteil.
Ein konkretes Beispiel: 35 Jahre alt, 250 Euro monatlich
Im uns vorliegenden Angebot startet ein 35-jähriger Kunde mit 250 Euro Monatsbeitrag.
Der gewünschte Rentenbeginn liegt bei 67 Jahren. [1]
Das Anlagekonzept startet mit:
- 0 % klassischem Sicherungsvermögen
- 100 % Fondsguthaben
- Welt-Kernmärkte-Strategie
Bei einer beispielhaften Fondsentwicklung von 6 Prozent pro Jahr weist die INTER zum Alter 67 eine unverbindliche Kapitalleistung von rund 224.345 Euro aus.
Bei 8 Prozent Fondsentwicklung liegt der Wert beispielhaft bei rund 332.923 Euro. [1]
Diese Werte sind keine Garantie.
Sie zeigen aber:
Der Versicherungsmantel verhindert keine renditeorientierte Kapitalanlage.
Die Rendite entsteht weiterhin am Kapitalmarkt.
Der Unterschied liegt darin, was der Mantel zusätzlich ermöglicht.
Das ist der entscheidende Unterschied
Der Neobroker optimiert vor allem den Weg zum Vermögen.
Eine gute Fondspolice optimiert den gesamten Weg:
- vom Sparbeitrag
- über die Kapitalanlage
- über Fondswechsel und Umschichtungen
- über die steuerliche Behandlung
- über die Sicherung kurz vor Rentenbeginn
- bis zur späteren Auszahlung oder lebenslangen Rente
Das ist ein wesentlich größerer Leistungsumfang.
Wann ist ein Depot besonders sinnvoll?
Ein Depot ist hervorragend geeignet, wenn:
- maximale Flexibilität gewünscht ist
- das Kapital eventuell schon vor Rentenbeginn benötigt wird
- der Anleger seine Geldanlage selbst steuern möchte
- Kosten möglichst niedrig gehalten werden sollen
- bereits ausreichend lebenslange Alterseinkünfte vorhanden sind
- Vermögen bewusst flexibel bleiben soll
Dafür ist ein ETF-Depot ausgesprochen leistungsfähig.
Wann spielt die Fondspolice ihre Stärke aus?
Eine gute Fondspolice wird besonders interessant, wenn:
- das Geld eindeutig für den Ruhestand vorgesehen ist
- die Laufzeit mehrere Jahrzehnte beträgt
- langfristig verschiedene Fonds oder Strategien genutzt werden sollen
- Umschichtungen steuerlich effizient erfolgen sollen
- ein professionelles Ablaufmanagement gewünscht ist
- später zwischen Kapital und Rente gewählt werden soll
- ein lebenslanges Einkommen abgesichert werden soll
- das Langlebigkeitsrisiko nicht vollständig selbst getragen werden soll
Dann wird der Versicherungsmantel zu einem echten Bestandteil der Altersvorsorgestrategie.
Depot oder Fondspolice? Für viele Kunden lautet die richtige Antwort: beides
Wir sehen Depot und Fondspolice deshalb nicht als Gegner.
Sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Ein sinnvolles Konzept kann beispielsweise bestehen aus:
- einem frei verfügbaren ETF-Depot für Vermögensaufbau und Flexibilität
- einer fondsgebundenen Rentenversicherung für den Teil des Vermögens, der konsequent für den Ruhestand vorgesehen ist
Damit verbindet man zwei Vorteile:
Flexibilität heute.
Und planbare Altersvorsorge für später.
Unser Fazit: Ein MSCI World ist eine Geldanlage – noch keine vollständige Altersvorsorge
Der MSCI World ist ein sehr guter Index.
Ein günstiges Neobroker-Depot ist ein sehr gutes Instrument.
Aber für eine langfristige Altersvorsorge reicht der Blick auf Kosten und historische Rendite nicht aus.
Entscheidend sind zusätzlich:
- Diversifikation
- Steuern
- Fondswechsel
- Ablaufmanagement
- Rentenbeginn
- Entnahmestrategie
- Langlebigkeitsrisiko
- lebenslange Einkommenssicherung
Eine leistungsstarke Fondspolice verbindet genau diese Themen in einem Vertrag.
Wer einfach nur möglichst günstig Aktien kaufen möchte, braucht keine Rentenversicherung.
Wer dagegen über Jahrzehnte gezielt Altersvorsorge aufbauen und daraus später planbares Einkommen machen möchte, sollte eine gute Fondspolice unbedingt mitrechnen.
Und genau hier beginnt Beratung.
Entscheidend ist nicht die Frage „Depot oder Versicherung?“
Die richtige Frage lautet:
Welche Lösung liefert für meine persönliche Situation nach Kosten, Steuern und Risiken das bessere Ergebnis?
Genau das berechnen wir für unsere Kunden.
Wir vergleichen:
- Sparrate
- Laufzeit
- erwartete Kapitalentwicklung
- Produktkosten
- Steuerwirkung
- gewünschte Flexibilität
- persönliche Altersvorsorgesituation
- gewünschtes Einkommen im Ruhestand
So entsteht keine pauschale Produktempfehlung.
Sondern eine Altersvorsorge, die ein klares Ziel verfolgt.
Lassen Sie Ihre Altersvorsorge einmal sauber vergleichen
Wenn Sie heute bereits einen MSCI World oder einen anderen ETF besparen, ist das ein sehr guter erster Schritt.
Die entscheidende Frage ist nur:
Reicht diese Lösung für Ihr eigentliches Ziel?
Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen:
- welche Altersvorsorgelücke voraussichtlich entsteht
- wie viel Kapital bis zum Ruhestand aufgebaut werden muss
- welche Rolle ein Depot übernehmen sollte
- welche Vorteile eine Fondspolice in Ihrer Situation bietet
- und welche Kombination langfristig sinnvoll ist
Nicht mit pauschalen Renditeversprechen.
Sondern mit einer nachvollziehbaren Rechnung.
Quellen und weiterführende Links
[1] INTER Versicherungsgruppe – INTER MeinLeben Privatrente, Produktinformationen, Bedingungen und Fondsstrategie Welt Kernmärkte https://www.inter.de/vorsorge-vermoegen/fondsgebundene-rentenversicherung
[2] INTER Lebensversicherung AG – Geschäftsberichte und Informationen zur Kostenbehandlung der INTER MeinLeben https://www.inter.de/ueber-uns/die-unternehmen/geschaeftsberichte/
[3] MSCI – MSCI World Index, offizielle Indexdaten und Factsheets https://www.msci.com/indexes/index/990100/msci-world-index
[4] Investmentsteuergesetz § 20 – Teilfreistellung für Aktienfonds https://www.gesetze-im-internet.de/invstg_2018/__20.html
[5] Einkommensteuergesetz § 20 – Sparer-Pauschbetrag https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__20.html
[6] Bundesministerium der Finanzen – Informationen zur Investmentbesteuerung und Vorabpauschale https://www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Themen/Steuern/Steuerarten/Investmentsteuer/investmentsteuer.html
[7] INTER Versicherungsgruppe – Informationen zur INTER MeinLeben Privatrente https://www.inter.de/vorsorge-vermoegen/fondsgebundene-rentenversicherung
[8] Einkommensteuergesetz § 20 Abs. 1 Nr. 6 – Besteuerung von Versicherungsleistungen https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__20.html
[9] Einkommensteuergesetz § 22 – Ertragsanteilsbesteuerung lebenslanger privater Renten https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__22.html
[10] INTER Lebensversicherung – Überschussbeteiligung 2026 https://makler.inter.de/lv-ueberschuss/

